

Kaum wird es kälter, beginnt die leidige Diskussion um offene Fenster und Türen in Pferdeställen. Die eine Fraktion möchte es im Stall gerne warm haben, die andere glaubt an die gesundheitsfördernde Wirkung von frischer kalter Luft für Pferde. Wer hat Recht?
Pferdebesitzer sollten sich immer wieder vergegenwärtigen, dass Pferde eine andere Thermoregulation haben, sprich: Sie frieren anders als Menschen und reagieren nicht so empfindlich auf Kälte. „Pferde sind von Haus aus mit einem hervorragenden Thermoregulationssystem ausgestattet“, erklärt Tierärztin Dr. Dorothe Meyer. „Dies ermöglicht ihnen, auch in Gebieten mit extremer Kälte oder gewaltigen Temperaturunterschieden zu überleben.“
Doch spätestens wenn Frost droht, werden die Fenster und Tore oft geschlossen, damit Wasserleitungen nicht einfrieren. Außentüren sind in der Regel nicht isoliert, weil Pferde gerne die Dichtungen anknabbern, wenn der obere Teil der Tür geöffnet ist. Um den durch geschlossene Türen entstehenden Ammoniakgehalt im Stall reduzieren zu können, bieten manche Hersteller Außentüren mit kleiner Lüftungsklappe in der unteren Hälfte an (Foto oben), die auch nur bei Bedarf geöffnet werden kann. So kann der Ammoniakgehalt unten abziehen, denn er steigt nicht wie warme Luft nach oben.
Foto: Christiane Slawik
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