
Foto: Heüveldop
Vergiftungen durch Pflanzen gehören zu den eher seltenen Ereignissen in der Pferdepraxis, soweit die gute Nachricht. Die schlechte: Es kommt Jahr für Jahr zu Vergiftungsfällen, oft mit tödlichem Ausgang. „Zwei Pferde an Vergiftung mit Eibe gestorben“ – so oder ähnlich lauten die entsprechenden Schlagzeilen. Das Tückische: Mit dem Auftreten der Symptome kommt oft jede Hilfe bereits zu spät.
Viele Pflanzen enthalten Substanzen, die sie für Mensch und Tier gefährlich machen. Diese unverträglichen Wirkstoffe dienen dem Schutz der Pflanzen und sollen Fraßfeinde fernhalten. Die „Abwehr“ funktioniert in der Regel auch. Die meisten giftigen Weidepflanzen werden von Pferden gemieden, zumal viele unangenehm riechen und schmecken.
Pferde fressen sehr selektiv – vorausgesetzt, das Futterangebot ist groß genug. „Grüne Giftpflanzen werden von Pferden meist nur aufgenommen, wenn ein Mangel vorliegt. Wenn die Weideflächen abgefressen sind, die Pferde über längere Zeit in kahlen Paddocks stehen oder im Winter einfach kein frisches Grün erreichbar ist“, so die Erfahrung von Tierarzt Dr. Stefan Meißner. Immer wieder hört man auch von Vergiftungsfällen, nachdem Schnittgut von Buchsbaum oder Eibe auf Pferdeweiden entsorgt wurde oder Spaziergänger Pferde mit giftigem Grünzeug fütterten. Unter ungünstigen Bedingungen kommt es zum Beispiel zu Vergiftungen durch Hahnenfußgewächse, vor allem wenn an Bächen und Tümpeln auf sonst kahlen Flächen überwiegend nur diese Pflanzen wachsen.
Wissen Pferde denn nicht instinktiv, welche Pflanzen ungenießbar sind? Hier sind sich die Fachleute nicht ganz einig. Mal ist von einem verkümmerten Instinkt unserer domestizierten Pferde zu lesen. Dem widersprechen andere Ausführungen, die das Lernverhalten der Pferde in den Vordergrund stellen. Demnach lernen Pferde durch das Verzehren kleiner Mengen unbekannter Pflanzen, welche verträglich sind und welche sie meiden sollten. In einem intakten Herdengefüge scheinen sich die Jungtiere das Verhalten der Älteren abzuschauen.Ebenso wie Langeweile und Heißhunger ist auch Aufregung ein Faktor, der Pferde in Versuchung führt, an ungenießbaren Pflanzen zu knabbern, und die Gefahr einer Vergiftung begünstigt. Nicht zuletzt sind manche Pflanzen auch in getrockneter Form noch giftig und können mit dem Heu in die Reichweite der Pferde gelangen. Dabei richten schon geringe Mengen oft großen Schaden an und die Devise „Vorbeugen ist besser als Heilen“ hat einmal mehr ihre Berechtigung.
(Buxus sempervirens)
Foto: Heüveldop
Der Gewöhnliche Buchsbaum, auch nur Buchs genannt, ist ein bis 4 m
hoher immergrüner dichter Strauch oder kleiner Baum aus der Gattung der Buchsbäume. Die vielseitige Zierpflanze spielt eine große Rolle in der Gartengestaltung und wird gerne kunstvoll in Form geschnitten.
Der Buchs trägt kleine eiförmige lederartige Blätter und zeichnet sich durch sehr langsames Wachstum aus. Das trägt auch dazu bei, dass er sehr hartes Holz bildet, das heute noch beim Bau von Musikinstrumenten verwendet wird.
Blütezeit: April bis Mai.
Früchte: Spätsommer-Herbst; je 2 Samen wachsen in schwarzbraunen bis grüngrauen Kapseln heran.
Vorkommen: Als Wildform in Deutschland kaum verbreitet, nur in einigen Teilen des Schwarzwaldes sowie im Rhein- Moselgebiet. Heimisch als Zierstrauch oder Hecke. Buchsbaum ist eine beliebte Einfassung von Reitplätzen oder Beeten, einzelne Pflanzen sowie Zweige werden auch gerne als Dekoration auf Turnieren oder bei Reitveranstaltungen benutzt.
Giftige Pflanzenteile: alle, vor allem Blätter, Rinde und Früchte. Buchsbaum enthält ca.
70 verschiedene Steroidalkaloide. Besonders große Mengen Alkaloide, bis zu 3%, finden sich in Blättern und Rinde.
Wirkung des Gifts: Die Gifte wirken auf den Magen-Darmtrakt sowie das Zentrale Nervensystem. Sie haben erst erregende, dann lähmende Wirkung. Weitere Anzeichen sind Benommenheit, schwankender Gang, Krämpfe sowie Koliksymptome. Der Tod tritt durch Herz- und Atemstillstand ein.
Gefährliche Dosis: stark giftig; 750 g wirken tödlich.
Achtung: Immer wieder kommt es zu Buchsbaum-Vergiftungen durch Heckenschnitt, der auf Pferdeweiden entsorgt wird!
(Taxus baccata)
Foto: Dr. Joachim Eberhardt
Die Eibe, ein immergrüner Nadelbaum, gehört zur Familie der Eibengewächse. Über die nördliche Halbkugel sind insgesamt sieben Arten verbreitet. Die bekannteste ist die Europäische Gemeine Eibe (Taxus baccata), die auch Iba, Taxus, Beeren- oder Friedhofseibe genannt wird. Von ihr stammen die vielen Gartenformen, die als Zier- oder Parkbäume gepflanzt werden. Zu Vergiftungen kommt es immer wieder, weil Schnittgut der Eibe auf Pferdeweiden entsorgt wird oder Spaziergänger Pferde mit Eibenzweigen füttern. Eiben erreichen eine Höhe von 2-20 m. Es gibt Bäume mit weiblichen sowie mit männlichen Blüten. Die männlichen sind gelb und stehen kätzchenartig in den Achseln der Nadeln, die weiblichen weisen nur eine Samenanlage auf. Charakteristisch für die Eibe sind die attraktiven roten Scheinbeeren. Dabei handelt es sich um einen fleischigen, scharlachroten Samenmantel, der holzige, schwarzbraune Samen umhüllt. Die etwa 30 mm langen Nadeln der Eibe sind weich und mit 2,5 mm relativ breit.
Blütezeit: März-April
Früchte: August-Oktober
Vorkommen: Der Baum wächst in Laubmischwäldern in lichten, halbschattigen Lagen, oft auf Kalkböden. Außerdem wird er als Zierstrauch, - baum oder Hecke angepflanzt.
Giftige Pflanzenteile: alle, bis auf den Samenmantel, vor allem die Nadeln und Samen. Die höchste Giftkonzentration findet sich im Januar in den alten gelben Nadeln, der niedrigste im frischen Grün im Mai. Wirkung des Gifts: Die Gifte der Eibe wirken auf das Herz-Kreislaufsystem sowie auf das Zentrale Nervensystem. Die Aufnahme größerer Mengen führt schnell zu einer Herz- und Atemlähmung. Bei der Aufnahme kleiner Mengen kommen weitere Symptome auch zum Tragen. Nach etwa einer Stunde zeigen sich starke Koliken, starker Speichelfluss und Schaum im Maulbereich, Blutdruckabfall, Zittern, Durchfall oder Verstopfung sowie Blasen- und Nierenschädigung. Dabei besteht anfangs ein starker Harndrang, später nur noch tröpfelnder Harnabsatz. Krämpfe, Schwanken und Schwäche folgen, letztendlich kommt es zum Zusammenbruch und Tod durch Atem- und Herzlähmung.
Gefährliche Dosis: sehr stark giftig; tödliche Dosis: 100-200 g der Nadeln, 500 g der jungen Spitzen. Der Tod kann bereits 5 Minuten nach Aufnahme eintreten.
Achtung: Eine Verwechslung der Eibe mit Nadelbäumen ist möglich.
(Ilex aquifolium)
Foto: Dr. Joachim Eberhardt
Die Stechpalme wächst sowohl als Strauch wie auch als Baum und wird bis zu 10 m hoch. Sie bevorzugt schattige Lagen und trägt immergrüne, glänzende Blätter, die dornig gezähnt und eiförmig sind. An älteren Bäumen findet man auch ganzrandige Blätter. Immerhin kann die Stechpalme 300 Jahre alt werden. Die weißen Blüten stehen zu mehreren in den Blattachseln. Im Herbst entwickeln sich dann die erbsengroßen korallenroten Beeren. Wilde Bestände der Stechpalme stehen in Deutschland unter Naturschutz.
Blütezeit: Mai-Juni
Früchte: Herbst-Winter
Vorkommen: Im Unterholz von Buchen- und Fichtenwäldern, Parks, Gärten; beliebt als Weihnachts-Dekoration. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet ist vor allem Süd- und Westeuropa.
Giftige Pflanzenteile: Beeren und Blätter.
Wirkung des Gifts: Vergiftungen zeigen sich durch Schläfrigkeit, Magen-Darmbeschwerden, Durchfall.
Gefährliche Dosis: stark giftig;
tödliche Dosis nicht bekannt.
(Thuja occidentalis, Thuja platycladus)
Foto: Heüveldop
Der Name Lebensbaum stammt von der im 18. Jahrhundert gebräuchlichen Bezeichnung Arbor vitae (lat. Arbor = Baum, vita = Leben), wahrscheinlich der frisch grünen Blätter wegen. Am meisten verbreitet sind bei uns der Abendländische Lebensbaum (Thuja occidentalis) und der Morgenländische Lebensbaum (Thuja platycladus). Die immergrünen Bäume erreichen eine Höhe von 15-20 m. Die schuppenförmigen Blätter riechen beim Zerreiben stark aromatisch. Die weiblichen Blüten bestehen aus 1 cm langen, erst grünen und später braun gefärbten Zapfen, die männlichen Blüten sind kugelförmig. Lebensbäume werden gerne als Sicht- oder Windschutz als Hecken gepflanzt. Einzelne Pflanzen sieht man auch häufig als Dekorationen auf Turnieren.
Blütezeit: April-Mai
Früchte: Herbst-Winter
Vorkommen: Beliebter Zier- und Gartenstrauch, der ursprünglich in Südeuropa, Ostasien und Nordamerika heimisch war.
Giftige Pflanzenteile: alle, besonders Blätter, Zweigspitzen und Zapfen, auch das Holz.
Wirkung des Gifts: Ätherische Öle sowie Thujon wirken stark reizend und können schwere Hautreizungen und -entzündungen verursachen. Bei innerer Aufnahme des Giftes kommt es zu starken Magen- und Darmentzündungen, Krämpfen und Nieren- sowie Leberschädigungen. Thujon kann tödlich wirken.
Gefährliche Dosis: sehr stark giftig; tödliche Dosis nicht bekannt
(Prunus laurocerasus)
Foto: Heüveldop
Der Kirschlorbeer aus der Familie der Rosengewächse wächst als Strauch 2-4 m hoch. Seinen Namen erhielt er wohl aufgrund seiner Steinfrüchte sowie seiner lorbeerähnlichen Blätter. Diese sind 8-15 cm lang oval und glänzen ledrig dunkelgrün. Sie sind wintergrün und riechen beim Zerreiben nach Bittermandelöl.
Die kleinen weißen duftenden Blüten stehen in etwa 12 cm langen Trauben. Im Spätsommer entwickelt der Strauch seine zuerst grünen und sich später schwarz färbenden Früchte, die Kirschen ähneln.
Blütezeit: April-Mai, manchmal auch noch mal im September
Früchte: August-September
Vorkommen: Der Strauch ist ursprünglich in Westasien und Südosteuropa heimisch. Bei uns findet man ihn vor allem als Zierstrauch in Gärten und Parkanlagen.
Giftige Pflanzenteile: alle, besonders Blätter und Samen. Dabei enthalten die Früchte geringere, die Blätter und Samen deutlich größere Mengen des Giftstoffes Prunasin, einem Glykosid. Die giftige Wirkung beruht auf der von den Glycosiden im Körper entwickelten Blausäure. Das Fruchtfleisch ist beinahe giftfrei.
Wirkung des Gifts: vermehrter Speichelfluss, Reizungen der Schleimhäute, Magen- und Darmstörungen, Erregung, Atemproblemen; bei starker Vergiftung kommt es zu Atemlähmung.
Gefährliche Dosis: stark giftig; Angaben zu tödlicher Dosis liegen zwischen 400 und 1000 g der Blätter.
(Colchicum autumnale)
Foto: Dr. Joachim Eberhardt
Die Herbst-Zeitlose hat eine Sonderstellung in diesem Beitrag. Sie gehört weder zu den immergrünen noch zu den frühblühenden Pflanzen. Da ihre giftigen Blätter aber im Frühjahr zur Gefahr werden können, soll sie an dieser Stelle erwähnt werden. Die Herbst-Zeitlose ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Zeitlosengewächse (Colchicaceae) gehört. Sie ist weit verbreitet und häufig auf nassen Wiesen und Böschungen anzutreffen. Sie bevorzugt sonnige oder halbschattige Standorte, an denen es relativ warm und geschützt ist. Die Pflanzen werden 15 bis 30 cm hoch. Blüte und Blätter erscheinen zeitversetzt. Im Herbst blüht die Pflanze zartrosa bis lila und erinnert dabei an Krokusse. Die tulpenähnliche (lanzettliche) Blätter erscheinen im nächsten Frühjahr. Das macht sie in der ansonst kargen Zeit unter Umständen reizvoll für Pferde.
Blütezeit: August-Oktober
Früchte: Juni
Vorkommen: feuchte Wiesen und Weiden, Auenwälder; auch als Zierpflanzen.
Giftige Pflanzenteile: alle, besonders Knolle und Samen; auch getrocknet im Heu noch giftig.
Wirkung des Gifts: Herbstzeitlose enthält 20 Alkaloide, darunter das Gift Colchicin, das Ähnlichkeiten mit Arsen aufweist und im Magen-Darm-Trakt stark reizend wirkt. Betroffene Pferde zeigen einige Stunden nach Aufnahme des Gifts Symptome wie Fressunlust, vermehrtes Speicheln und Kreislaufstörungen. Weitere Anzeichen sind brauner, blutiger Harnabsatz oder Koliken mit blutigem Durchfall. Der Tod durch Atemlähmung kann nach einem Tag eintreten, aber auch nach einer Woche, da sich das Gift anreichert und nur langsam ausgeschieden wird.
Gefährliche Dosis: sehr stark giftig; 1200-3000 g frisches Blatt- und Kapselmaterial. 3 Tage nach Aufnahme von 5 kg/Tag Heu mit einem Anteil von 1,48% Herbstzeitlose sind Kolik und Todesfälle möglich.
Achtung: Herbstzeitlose kann mit Bärlauch verwechselt werden, da sich die Blätter stark ähneln und keine Blüten zum Vergleich vorhanden sind.
(Helleborus niger)
Foto: Dr. Joachim Eberhardt
Die Schwarze Nieswurz wird etwa 15-30 cm hoch und gehört, wie auch die Stinkende Nieswurz oder die Grüne Nieswurz zur Familie der Hahnenfußgewächse. Die Bezeichnung Nieswurz erhielt sie wegen ihrer Verwendung in Niespulvern. Christrose nennt man die Pflanze auch, da sich schon zur Weihnachtszeit die ersten Blüten zeigen können. Die ledrigen Blätter sind immergrün, langgestielt und 7- bis 9-teilig. Die Blüten der Christrose sind meist weiß. Sie haben 5 weiße Blütenblätter und gelbe Staubblätter.
Blütezeit: Dezember-Februar
Früchte: vielsamige Balgfrucht
Vorkommen: Subalpine Wälder und Gebüsche, in Deutschland findet man sie wild nur in den Berchtesgadener Alpen. Heute ist sie auch als Gartenzierpflanze geschätzt.
Giftige Pflanzenteile: alle
Wirkung des Gifts: Die Pflanze enthält das Saponin Helleborin und Protoanemonin. Die Gifte führen zu Reizung der Schleimhaut von Maul und Verdauungstrakt: Außerdem kommt es zur Schädigung der Niere beim Ausscheiden.
Gefährliche Dosis: sehr stark giftig, 8-10 g frische Wurzeln sind tödlich
Achtung: Die Christrose ist geschützt!
Hinweis
Alle Hahnenfußgewächse sind für Pferde giftig und schmecken bitter. Da die Vielfalt groß ist und die Unterscheidungsmerkmale oft gering sind, gilt für den Laien als Orientierung: Alles, was im Frühjahr gelb blüht und kein Krokus ist, gehört in die große Gruppe der Hahnenfußgewächse, beispielsweise Dotterblume, Scharbockskraut und Winterling.
(Galanthus nivalis)
Foto: Dr. Joachim Eberhardt
Das Schneeglöckchen ist ein Zwiebelgewächs und bringt jeweils 1 weiße, nickende Blüte hervor. Diese erscheint schon sehr früh im Jahr mit dem ausklingenden Winter. Die Blüte hat 3 äußere und 3 innere Blütenblätter. Die inneren sind um die Hälfte kleiner als die äußeren, außerdem tragen sie an der Spitze einen gelbgrünen Fleck.
Die Pflanze hat 2 linealförmige, fleischige Blätter und wird etwa 8-30 cm hoch.
Blütezeit: Februar-April
Früchte: eine eiförmige grüne Kapselfrucht
Vorkommen: Das Schneeglöckchen wächst in schattigen feuchten Laub- und Laubmischwäldern und ist wegen seiner frühen Blütezeit eine beliebte Gartenpflanze.
Giftige Pflanzenteile: ganze Pflanze, besonders Zwiebeln
Wirkung des Gifts: verschiedene giftige Alkaloide, unter anderem das Galanthamin
Gefährliche Dosis: schwach giftig bis giftig, besonders die Zwiebel, ab 1000 g Zwiebeln tödlich.
Achtung: Schneeglöckchen dürfen nicht abgepflückt werden, sie stehen unter Naturschutz!
(Narcissus spec. & Tulipa spec.)
Foto: Heüveldop
Osterglocken oder auch Narzissen (Familie der Narzissengewächse) sowie Tulpen (Familie der Liliengewächse) zählen zu den Frühlingsboten und kommen in zahlreichen Varianten vor. Bei der Narzisse handelt es sich um eine 15 bis 50 cm hohe Staude mit brauner Zwiebel. Sie hat 3-6 grundständige, längliche etwa 1 cm breite Blätter. Der Blütenstängel ist blattlos und trägt eine gelbe, glockige trichterförmige Blüte. Die Nebenkrone ist eine dottergelbe, walzige Röhre mit gekerbtem Saum. Tulpen gibt es in zahlreichen farbenprächtigen Zuchtvarianten. Aus der Zwiebeln wachsen zwei längliche, breit lanzettliche Blätter, der Stängel ist hohl und trägt eine aufrechte glockenförmige Blüte mit meist 6 getrennten Perigonblättern.
Blütezeit: ausklingender Winter bis Frühjahr
Vorkommen: Zierpflanzen in Gärten und Parkanlagen. Wildwachsende Narzissen finden sich auf Wiesen, an Gräben und in lichten Wäldern.
Giftige Pflanzenteile: alle, besonders die Zwiebel
Wirkung des Gifts: Das Gift der Narzissen (Alkaloide, Oxalate) führt zu Schweißausbruch, Herzrhythmusstörungen, Gleichgewichtsstörungen, Krämpfen, Zittern, Absenken von Herzschlag und Körpertemperatur. Tulpen enthalten Tulliposid A und B, Tulippin (Glycoprotein), das zu Magen-Darm-Reizungen führt, und Lectin. Weitere Symptome sind Kolik und Durchfall.
Gefährliche Dosis: giftig, Tödliche Dosis beim Pferd nicht bekannt;
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